Wäremepumpen und Blockheizkraftwerke
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Brennstoffzelle

Erfolgreicher Pilot

Die Firma Hesslinger Haustechnik betreibt eine Brennstoffzelle in einer Doppelhaushälfte und nimmt damit an einem Feldtest von Vaillant teil.

Frank Mattheß testet die Brennstoffzelle im eigenen Heizungskeller. 2017 will die Firma
Vaillant nach dem erfolgreichen Pilotprojekt die Serienproduktion startenFür Frank Mattheß stand fest: Wenn er seine Heizung erneuert, wollte er auf die neueste Technik setzen. „Eigentlich wollte ich ein Blockheizkraftwerk einbauen“, sagt er. „Aber die Firma Vaillant bot mir an, bei einem Feldtest für Brennstoffzellen mitzumachen.“ Mattheß, der als Meister für Heizung und Sanitär bei der Firma Klaus Hesslinger Haustechnik in Haag beschäftigt ist, musste nicht lange überlegen. „Das ist eine sehr attraktive Lösung, schließlich ist das der neueste Stand der Technik.“

Kraftpaket im Keller
Da der Betrieb Hesslinger Haustechnik bereits zertifiziert für den Umgang mit Blockheizkraftwerken (BHKW) ist, reichte ein Tag Schulung für Einbau, Schaltung und den Betrieb der neuen Anlage. Seit Oktober 2014 läuft die Technologie, die bereits im Automobilbereich eingesetzt wird, wie eine normale Gasheizung und versorgt die beiden Doppelhaushälften von Mattheß mit Wärme und Strom. „Wenn man den Strom clever einsetzt, reicht die Menge fast für ein Einfamilienhaus aus“, sagt Klaus Hesslinger. Frank Mattheß kann das bestätigen. „In den ersten Monaten hatte ich statt einem Abschlag von 150 Euro für Strom, wie früher, nur noch 66 Euro.“ 1.200 Kilowattstunden Eigennutzwert produzierte die Anlage – außerdem speist Mattheß noch Strom ins Netz ein. So spart er Geld und Energie.

Weiter testen
„Der Einbau einer Brennstoffzelle lohnt sich aber nur, wenn man sowieso die Heizung sanieren will oder muss“, sind sich Meister und Chef einig. „Außerdem muss der Handwerker in jedem Fall überprüfen, ob das Haus für eine solche Heizung ausgelegt ist“, betont Mattheß. Ab einem Wärmebedarf von etwa 20.000 bis 25.000 Kilowattstunden oder 2.500 Litern Öl würde sich eine Brennstoffzelle lohnen. „In knapp drei Jahren wissen wir mehr“, sagt Mattheß. 2017 will die Firma Vaillant nach einem erfolgreichen Pilotprojekt die Brennstoffzelle in Serie produzieren. Dann wird die Firma Hesslinger sicher weitere Brennstoffzellen bei Kunden einbauen.

Quelle: NP 02/2014